Empfehlungen für die Kennzeichnung von Verpackungen in der Slowakei
Empfehlungen für die Kennzeichnung von Verpackungen in der Slowakei
Die Slowakei verbindet EU-Vorschriften mit nationalen Gesetzen zur Kennzeichnung von Verpackungen. Hersteller rüsten gebrauchte Etikettieranlagen auf, um die aktualisierten Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig die Lebensdauer der Maschinen zu verlängern. Der Markt für Etikettier- und Kennzeichnungstechnik wächst, da die regulatorischen Anforderungen in ganz Europa immer detaillierter werden – zum Schutz der Umwelt und zur Information der Verbraucher über Materialzusammensetzung, Entsorgung, Abfalltrennung und Recycling.
Das Gesetz Nr. 79/2015 regelt Verpackungen und Kunststoffe und legt die Herstellerverantwortung sowie die Regeln zur Kennzeichnung von Verpackungen fest. Hersteller, die verpackte Waren verkaufen, finanzieren Sammlung, Verwertung und Recycling von Abfällen im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung.
Die Verordnungen Nr. 373/2015 und 371/2015 haben die Umsetzung des Abfallgesetzes vereinfacht und die Pflichten der Hersteller für slowakische Unternehmen präzisiert.
Symbol für das Recycling von Verpackungen in der Slowakei
Recyclingsymbole sind entscheidend für die Einhaltung von Umweltvorschriften und für die Verbraucheraufklärung. Das System der Kennzeichnungssymbole ermöglicht es Verbrauchern, Entsorgungsbetrieben und Anlagen, Materialien schnell zu identifizieren. Die Slowakei folgt harmonisierten EU-Standards für Materialidentifikationscodes. Das sorgt für Einheitlichkeit in den Mitgliedstaaten und erleichtert den grenzüberschreitenden Handel.
Kennzeichnungs- und Etikettierungsanforderungen in der Slowakei
Die Richtlinie (EU) 2019/904 zielt auf Einwegkunststoffe ab und legt fest, wie Hersteller Materialinhalte und Entsorgungsregeln über Anforderungen an Kennzeichnung und Etikettierung kommunizieren. Von den Mitgliedstaaten im Juli 2021 umgesetzt, hat sie die Kennzeichnung von Verpackungen in ganz Europa grundlegend verändert – zum Schutz von Gewässern, Umwelt und menschlicher Gesundheit.
Die EU-Verordnung 2020/2151, anwendbar seit dem 3. Juli 2021, enthält detaillierte Regeln für die Kennzeichnung von Einwegkunststoffen – einschließlich Platzierung, Größe, Erscheinungsbild, Farben, Bildqualität und Schriftgrößen.
Das Gesetz Nr. 79/2015 Slg. definiert verpflichtende und freiwillige Bestimmungen zur Kennzeichnung und Etikettierung für Verpackungshersteller. Während die Kennzeichnung der Materialzusammensetzung optional bleibt, müssen Hersteller, die sie verwenden, die Verordnung Nr. 373/2015 Slg. zu EPR-Standards zur Gewährleistung der Einheitlichkeit einhalten.
Nach den Registrierungsregeln müssen Unternehmen, die jährlich mehr als 100 kg importieren, sich registrieren, Recyclingprogrammen beitreten und Gebühren zahlen. Importe unter 100 kg erfordern nur eine Registrierung – so wird der Verwaltungsaufwand mit dem Umweltschutz in Einklang gebracht.
Wie die Europäische Union die Kennzeichnung und Etikettierung von Verpackungen regelt
Die Richtlinie (EU) 2019/904, Anhang Teil D, listet Einwegkunststoffe auf, die spezielle Kennzeichnungen benötigen, um Verbraucher über Kunststoffanteil und Entsorgungsmethoden zu informieren. Die Kennzeichnung zeigt klar, dass Produkte Kunststoff enthalten, erklärt die ordnungsgemäße Entsorgung und weist auf die Schäden durch Vermüllung hin. Betroffene Produktgruppen sind unter anderem Damenbinden, Tampons, Feuchttücher, Tabakwaren mit Filtern und Getränkebecher.
Das Kennzeichnungssymbol verwendet standardisierte visuelle Elemente. Dieses grafische Symbol folgt einem einheitlichen EU-Design, damit es in allen Produktkategorien sofort erkannt wird. Jede Kennzeichnung besteht aus zwei gleich großen Kästchen nebeneinander – eines rot, eines blau – sowie einem schwarzen Informationsfeld darunter. Das Dreifeld-Layout schafft eine visuelle Einheitlichkeit, die Kunden unabhängig vom Produkttyp wiedererkennen.
Die Informationstexte gehen über englische Kennzeichnung hinaus. Die Kennzeichnungen müssen Text in der Amtssprache des Verkaufslandes enthalten. Produkte, die in der Slowakei vermarktet werden, benötigen slowakischen Text, um Zugänglichkeit und die nationalen sprachlichen Anforderungen sicherzustellen.
Recyclingsymbol auf Verpackungen und Verbraucherhinweise
Das Recyclingsymbol auf Verpackungen bietet standardisierte visuelle Hinweise zur Materialidentifikation und Abfalltrennung. In der Europäischen Union folgen diese Symbole harmonisierten Regeln, damit Verbraucher Materialien unabhängig vom Verkaufsland erkennen können. Auch wenn ein Recyclingsymbol auf einer Verpackung die Materialzusammensetzung sichtbar macht, bedeutet es nicht automatisch, dass das Material recycelbar ist. Eine korrekte Interpretation unterstützt richtiges Entsorgungsverhalten und verbessert die Effizienz nationaler Recyclingsysteme – auch in der Slowakei.
Visuelle Anforderungen an die Verpackungskennzeichnung und das grafische Symbol
Technische Leitlinien schreiben für die Kennzeichnung ein Höhen-zu-Längen-Verhältnis von 1:2 vor. So bleiben Kennzeichnungen ausgewogen und gut lesbar. Die Größe oder Ausrichtung der Verpackung ändert nichts an diesem Standard.
Die Farbspezifikationen nutzen das CMYK-Modell. Dadurch ist eine konsistente Reproduktion über verschiedene Drucksysteme hinweg gewährleistet. Hersteller müssen präzise Farbwerte einhalten. Weiß wird als C=0, M=0, Y=0, K=0 definiert. Schwarz erfordert C=0, M=0, Y=0, K=100. Rot verwendet C=0, M=90, Y=60, K=0. Blau ist C=60, M=0, Y=0, K=0.
| Farbe | Cyan (C) | Magenta (M) | Gelb (Y) | Schwarz (K) |
| Weiß | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Schwarz | 0 | 0 | 100 | 100 |
| Rot | 0 | 90 | 60 | 0 |
| Blau | 60 | 0 | 0 | 0 |
Für die Verpackungskennzeichnung ist die Schriftart Helvetica Bold in Großbuchstaben vorgeschrieben. Die Schriftgrößen liegen zwischen 5 und 14 Punkt, angepasst an die Verpackungsgröße. Eine dünne weiße Linie umgibt jede Kennzeichnung, um die Sichtbarkeit auf farbigen Hintergründen zu gewährleisten.
Die Auflösungsanforderungen sichern die Klarheit der Kennzeichnung. Hersteller müssen Kennzeichnungen mit mindestens 300 DPI drucken. Dadurch bleiben grafische Elemente und Text scharf und während der gesamten Haltbarkeitsdauer des Produkts gut lesbar.
Platzierungsregeln für Kennzeichnungen, Etiketten und Kennzeichnungssymbol
Die Position der Kennzeichnung variiert je nach Produkt, Verpackung und Nutzung durch den Kunden. Kennzeichnungen und Etiketten erscheinen typischerweise auf der Vorderseite oder Oberseite, um gut sichtbar zu sein – abhängig von Verpackungsdesign, Präsentation im Handel und Handhabung.
Kleine Verpackungen können die Kennzeichnung auf zwei Seiten aufteilen – oben und vorne oder vorne und seitlich – damit auch kompakte Artikel die vorgeschriebenen Kennzeichnungen klar zeigen.
Eine vertikale Ausrichtung dient als Alternative, wenn eine horizontale Platzierung nicht möglich ist. Kennzeichnungen dürfen um 90 Grad gedreht werden, müssen aber alle Vorgaben zu Größe, Farbe und Design einhalten. Die Kästchen dürfen niemals getrennt werden, damit die visuelle Integrität für eine schnelle Verbraucherwahrnehmung erhalten bleibt.
Kennzeichnungsanforderungen für Hygieneprodukte und Getränkebecher
Damenbinden und Tampons mit Applikator benötigen eine spezifische Kennzeichnung. Verpackungen mit einer Oberfläche von mindestens 10 Quadratzentimetern müssen eine gedruckte Kennzeichnung enthalten. Diese zeigt das Zwei-Kästchen-Design mit dem Text PLASTIC IN PRODUCT. Kleinere Verpackungen sind ausgenommen.
Die Größe der Kennzeichnung hängt von der Oberfläche der Verpackung ab. Bei Vorder- oder Oberseite unter 65 Quadratzentimetern ist eine Kennzeichnung von mindestens 1,4 cm × 2,8 cm erforderlich (insgesamt 3,92 cm²). Größere Flächen erfordern Kennzeichnungen, die 6% der Platzierungsfläche abdecken. Die maximale Größe beträgt 3 cm × 6 cm (insgesamt 18 cm²).
| Verpackungsoberfläche | Mindestgröße der Kennzeichnung | Abdeckungsanforderung |
| Weniger als 65 cm² | 1,4 cm × 2,8 cm (3,92 cm²) | Feste Mindestgröße |
| 65 cm² oder größer | Skaliert mit der Verpackung | 6% der Platzierungsfläche |
| Maximale Obergrenze | 3 cm × 6 cm (18 cm²) | Maximale Grenze gilt |
Die Kennzeichnung von Getränkebechern bringt besondere Herausforderungen mit sich. Die Regeln unterscheiden sich zwischen teilweise aus Kunststoff bestehenden Bechern und vollständig aus Kunststoff bestehenden Bechern. Teilweise aus Kunststoff bestehende Becher benötigen eine gedruckte Kennzeichnung. Diese verwendet das standardisierte Zwei-Kästchen-Design mit dem Text PLASTIC IN PRODUCT. Die Kennzeichnung wird horizontal außen angebracht, entfernt vom Becherrand.
Vollständig aus Kunststoff bestehende Becher können gedruckte oder gravierte/geprägte Kennzeichnungen verwenden. Gravierte/geprägte Varianten sind dauerhaft und nutzen sich durch Waschen oder Handhabung nicht ab. Das grafische Symbol bei gravierten/geprägten Kennzeichnungen erscheint als Konturelemente, die physisch in die Oberfläche des Bechers geformt sind. Der Informationstext lautet MADE OF PLASTIC statt PLASTIC IN PRODUCT.
Recyclingsymbole auf Verpackungen und Materialcodes
Das System der Recyclingsymbole auf Verpackungen ermöglicht eine effiziente Materialtrennung. Jedes Recyclingsymbol auf Verpackungen bietet eine schnelle Orientierung zum Materialtyp und zur richtigen Entsorgung und hilft Verbrauchern bei der korrekten Handhabung. Recyclingcodes erleichtern zwar die Materialidentifikation, bedeuten aber nicht automatisch Recyclingfähigkeit – ein wichtiger Unterschied, den Verbraucher und Abfallverarbeiter verstehen müssen.
Materialidentifikationscodes unterstützen die Recyclinginfrastruktur, indem sie automatisierte und manuelle Sortiersysteme befähigen, unterschiedliche Materialtypen zu trennen. Das codierte System nutzt Zahlen innerhalb der Recyclingsymbole, um bestimmte Zusammensetzungen anzugeben. Die Standardisierung erleichtert den internationalen Handel mit Recyclingmaterialien und unterstützt die Entwicklung materialspezifischer Recyclingtechnologien.

Kunststoff-Recyclingcodes und ihre Anwendungen
Das Identifikationssystem für Kunststoffharze verwendet Recyclingsymbole auf Verpackungen mit Codes von 1 bis 7. Diese decken die wichtigsten Kunststoffkategorien ab. Für Spezialmaterialien existieren zusätzliche Codes. Jede Zahl entspricht einem bestimmten Polymertyp mit eigenen Recyclingeigenschaften und Anwendungen. Das Verständnis dieser Codes hilft Verbrauchern, informierte Entscheidungen zu treffen.
Polyethylenterephthalat trägt den Code 1 mit der Abkürzung PET. Es handelt sich um einen harten, bruchsicheren Kunststoff. PET wird häufig verwendet für:
- Getränkeflaschen für Wasser, kohlensäurehaltige Getränke und Fruchtsaft
- Speiseölflaschen
- Lebensmittelverpackungsbehälter
Damit gehört PET zu den weltweit am häufigsten recycelten Kunststoffen.
Code 2 kennzeichnet Polyethylen hoher Dichte, abgekürzt HDPE. Das ist ein harter Kunststoff. HDPE findet sich häufig in:
- Waschmittel- und Shampoo-Flaschen
- Motorölflaschen
- Margarine-/Butterbehältern und Joghurtverpackungen
- Spielzeug und Haushaltsartikeln
Seine chemische Beständigkeit und Haltbarkeit eignen sich für Produkte mit hohen Barriereanforderungen.
| Kunststofftyp | Code | Abkürzung | Typische Anwendungen |
| Polyethylenterephthalat | 1 | PET | Getränkeflaschen, Wasserflaschen, Saftflaschen |
| Polyethylen hoher Dichte | 2 | HDPE | Waschmittelflaschen, Milchbehälter, Spielzeug |
| Polyvinylchlorid | 3 | PVC | Shampoo-Flaschen, Rohre, Bodenbeläge, Dichtungen |
| Polyethylen niedriger Dichte | 4 | LDPE | Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten, Folien |
| Polypropylen | 5 | PP | Lebensmittelbehälter, Joghurt, Küchenutensilien |
| Polystyrol | 6 | PS | Einwegbecher, CD-Verpackungen, Dämmstoffe |
Polyvinylchlorid trägt den Code 3 mit der Abkürzung PVC. Dieser vielseitige Kunststoff wird verwendet für:
- Waschmittel- und Shampoo-Flaschen
- Speiseölflaschen
- Transparente Verpackungsmaterialien
- Dichtungen, Bodenbeläge und Abwasserrohre
Polyethylen niedriger Dichte trägt den Code 4 und die Abkürzung LDPE. Dieses Material ist resistent gegen chemische Reaktionen und hohe Temperaturen und eignet sich daher ideal als Folie für Lebensmittelverpackungen.
Polypropylen trägt den Code 5 mit der Abkürzung PP. Es hat einen hohen Schmelzpunkt und ist besonders geeignet für:
- Lebensmittelverpackungen und medizinische Produkte
- Küchenutensilien und Lebensmittelbehälter
- Joghurtbecher
Polystyrol erscheint mit Code 6, abgekürzt PS. Es kommt als spröder, durchscheinender Kunststoff oder als Schaumstoff vor.
Code 7 umfasst Spezialkunststoffe und Verbundmaterialien. Kategorie 7 enthält expandiertes Polystyrol und extrudiertes Polystyrol. Diese werden verwendet für:
- Schutz zerbrechlicher Produkte
- Thermoboxen und isolierte Behälter
- Becher für Heißgetränke
Die erweiterte Kategorie 7 umfasst Spezialpolymere. Acrylnitril-Butadien-Styrol, abgekürzt ABS, ist ein transparenter Kunststoff und wird hauptsächlich in Konsumgütern, im Bauwesen, in Automobilanwendungen und in 3D-Druckern eingesetzt. Polycarbonat erscheint in Kategorie 7 mit der Abkürzung PC und zeichnet sich durch hohe Festigkeit und gute Wärmebeständigkeit aus.
Symbole zur Identifikation von Verbundmaterialien

Verbundverpackungen kombinieren mehrere Materialtypen, um gewünschte Leistungseigenschaften zu erreichen. Das Codierungssystem für Verbundmaterialien nutzt Zahlen von 80 bis 94. Diese kennzeichnen unterschiedliche Materialkombinationen und helfen Recyclinganlagen zu beurteilen, ob Materialien getrennt werden können – andernfalls werden sie als Mischabfall behandelt.
Code 80 kennzeichnet Verbundverpackungen, bei denen der Hauptbestandteil Papier und Karton ist, kombiniert mit Metallen wie Stahl und Aluminium. Code 81 steht für Papier und Karton kombiniert mit Kunststoff. Code 84 mit zusätzlicher Kennzeichnung C/PAP identifiziert Getränkekartons. Dieser Verbund auf Kartonbasis umfasst Verpackungen mit mehreren Materialschichten und wird eingesetzt für:
- Milch- und Saftverpackungen
- Behälter für Tomatenpüree
- Käseverpackungen
Code 90 kennzeichnet Kunststoff kombiniert mit Aluminium. Code 91 steht für Kunststoff kombiniert mit verzinntem Stahlblech. Code 92 umfasst Kunststoff kombiniert mit verschiedenen Metallen.
Symbole für Glas-, Metall- und Papierverpackungen
Glasverpackungen verwenden Codes von 70 bis 79. Diese kennzeichnen unterschiedliche Glasarten und Zusammensetzungen. Grundsätzlich wird zwischen klarem, grünem, braunem und anderem farbigem Glas unterschieden. Das unterstützt farbgetrenntes Glasrecycling und erhält die Qualität bei der Herstellung von Recyclingglas.
Code 70 mit der Kennzeichnung GL steht für Weiß-/Klarglas. Dies ist der wertvollste Recyclingglasstrom. Code 71 GL kennzeichnet Grünglas, häufig bei Weinflaschen. Code 72 GL steht für Braunglas, das häufig für Bierflaschen und lichtempfindliche Produkte verwendet wird.
Metallverpackungen verwenden Codes von 40 bis 49. Diese identifizieren verschiedene Metalltypen. Code 40 mit der Kennzeichnung FE steht für Verpackungen aus Eisen, wobei der Eisenanteil über 95% des Gesamtgewichts der Verpackungseinheit liegt. Code 41 mit der Kennzeichnung ALU steht für Aluminiumverpackungen.
Papier- und Kartonverpackungen verwenden Codes von 20 bis 39 mit der Kennzeichnung PAP. Code 20 kennzeichnet Wellpappe. Code 21 steht für glatten Karton. Code 22 kennzeichnet Papier, einschließlich Verpackungen mit einem Papieranteil von über 95%.
Herstellerverantwortung und Umsetzung in der Slowakei
Der slowakische Ansatz zur Kennzeichnung von Verpackungen verbindet verpflichtende EU-Vorgaben mit freiwilligen nationalen Systemen. Die Pflichten der Hersteller nach Gesetz Nr. 79/2015 Slg. gehen über die Registrierung hinaus und machen sie auch für die Phase nach dem Verbrauch verantwortlich.
Die Kennzeichnung der Materialzusammensetzung bleibt freiwillig und erfordert strategische Entscheidungen. Obwohl die Kennzeichnung von Verpackungen mit Materialcodes nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, müssen Hersteller, die sie umsetzen, die vorgeschriebenen Standards einhalten. Nach Verordnung Nr. 373/2015 Slg. müssen diejenigen, die Verpackungen nach Materialzusammensetzung kennzeichnen, gemäß besonderen Vorschriften etikettieren.
Grafische Kennzeichnungen zur Materialzusammensetzung können direkt auf der Verpackung, auf Etiketten oder in Begleitdokumenten erscheinen. Die Platzierung muss die Handhabung und die normale Nutzung berücksichtigen und Positionen wählen, die beim Öffnen oder bei routinemäßiger Handhabung nicht beschädigt werden.
Der mehrsprachige Markt der Europäischen Union stellt Herausforderungen dar, da jeder Mitgliedstaat Amtssprachen hat. Verpackungstexte müssen dies berücksichtigen, sobald Produkte in den jeweiligen Markt gelangen. Die Platzierung von Übersetzungen folgt einem hierarchischen System: Übersetzte Informationstexte werden möglichst direkt unter der Kennzeichnung platziert, um die visuelle Nähe zu wahren. Diese Pflichten spiegeln gemeinsame Grundprinzipien wider, die in der gesamten EU angewendet werden.
Umweltwirkung von Recyclingzeichen auf Verpackungen und gebrauchten Etikettieranlagen
Das umfassende System aus Kennzeichnung und Etikettierung stärkt den Umweltschutz durch Verbraucheraufklärung. Klare Recyclingzeichen auf Verpackungen ermöglichen die richtige Mülltrennung im Haushalt, reduzieren Fehlwürfe und verbessern Recyclingquoten. Die Mitgliedstaaten müssen den Verbrauch bestimmter Einwegkunststoffe bis 2026 senken.
Der Markt für Etikettier- und Kennzeichnungstechnik passt sich durch innovative Druck-, Gravur- und Prägetechnologien an. Hersteller rüsten gebrauchte Etikettieranlagen auf und setzen neue Systeme für konforme Kennzeichnungen auf unterschiedlichen Materialien ein – und entwickeln Lösungen, die die Anforderungen an die Verpackungskennzeichnung unterstützen.
Verbraucherbildung verstärkt diese Bemühungen. Das Verständnis von Recyclingzeichen auf Verpackungen verbessert die Sortiergenauigkeit. Klare Kennzeichnungen helfen dabei, die richtige Entsorgungsmethode zu erkennen, unterstützen die Recyclinginfrastruktur und eine wirksame Umsetzung von Kennzeichnung und Etikettierung.
Die Europäische Union aktualisiert Verpackungsrichtlinien regelmäßig, wenn sich Umweltwissenschaft, neue Materialien und Technologien weiterentwickeln. Digitale Kennzeichnungstechnologien – QR-Codes und NFC-Tags – könnten traditionelle Formate des grafischen Symbols ergänzen, damit Kennzeichnungssysteme wirksame Instrumente des Umweltschutzes bleiben.
Wichtigste Erkenntnisse für den slowakischen Markt für Etikettier- und Kennzeichnungstechnik

Verpackungshersteller müssen sowohl EU-Vorschriften als auch slowakische nationale Gesetze beachten. Das Gesetz Nr. 79/2015 Slg. bildet die Grundlage der slowakischen Verpackungsregulierung. Unternehmen, die jährlich mehr als 100 kg importieren, müssen sich registrieren, an Recyclingprogrammen teilnehmen und Gebühren entrichten.
Einwegkunststoffprodukte benötigen spezifische Kennzeichnungen nach EU-Verordnung 2020/2151. Technische Spezifikationen verlangen präzise Farbcodes, Schriftgrößen und Auflösungsstandards. Kennzeichnungen müssen in slowakischer Sprache erfolgen, wenn Produkte in den slowakischen Markt gelangen.
Materialidentifikationscodes reichen bei Kunststoffen von 1 bis 7. Codes 20 bis 39 betreffen Papier. Codes 40 bis 49 kennzeichnen Metalle. Codes 70 bis 79 stehen für Glas. Codes 80 bis 94 markieren Verbundmaterialien. Diese Recyclingzeichen- und Materialcodes unterstützen die Sortierinfrastruktur.
Die Slowakei erlaubt eine freiwillige Kennzeichnung der Materialzusammensetzung. Hersteller, die sich dafür entscheiden, müssen die Standards der Verordnung Nr. 373/2015 Slg. einhalten. Strategische Entscheidungen zur Kennzeichnung beeinflussen die Compliance und die Marktpositionierung. Der Markt bietet kosteneffiziente Lösungen für kleinere Hersteller, sodass Unternehmen Kennzeichnungs- und Etikettierungsanforderungen erfüllen können, ohne große Investitionen tätigen zu müssen.


