Schweiz

Digitale Dienste

Änderungen, die ursprünglich am 1. Januar 2018 in Kraft treten sollten, wurden auf den 1. Januar 2019 verschoben.

Dies schließt Liechtenstein ein, das in einer Mehrwertsteuerunion mit der Schweiz ist.

Web: Steuerbehörde der Schweiz

 

MwSt. Standard Satz

7,7%

 

MwSt. Reduzierter Satz

2,5% – elektronische Zeitungen, Zeitschriften und Bücher ohne Werbecharakter.

 

Schwelle

Derzeit ist ein in der Schweiz ansässiges ausländisches Unternehmen für die MwST.-Registrierung in der Schweiz verantwortlich, wenn sein Umsatz aus Transaktionen in der Schweiz CHF 100’000 pro Jahr übersteigt.

 

Ab dem 1. Januar 2018 liegt der Schwellenwert bei einem weltweiten Umsatz von 100.000 Franken aus dem Verkauf von E-Services, wobei der Verkauf an Kunden in der Schweiz mindestens 1 Franken beträgt.

E-Services-Liste

Die Dienstleistungen, die der schweizerischen Mehrwertsteuer unterliegen, umfassen:

 

E-Services:

  • Elektronische Bereitstellung von Datenbanken, Musik, Filmen und Spielen, einschließlich Glücksspielen und Lotterien
  • Elektronische Bereitstellung von Software und deren Updates
  • Elektronische Bereitstellung von Bildern, Texten und Informationen (z. B. Börsenkurse, Wettervorhersagen, Fahrpläne des öffentlichen Verkehrs)
  • Bereitstellung von Datenbanken
  • Downloads von Musik, Filmen und Podcasts
  • Downloads von Programmen, Spielen (inkl. Glücksspiel und Lotterien) und anderen Anwendungen
  • Downloads von Grafiken, Texten, Informationen usw.
  • Bereitstellung von Websites und Webhosting, Bereitstellung von Speicherplatz im Internet (Hosting von Internetseiten oder Servern usw.)
  • Fernwartung von Programmen und Geräten

Rundfunk- und Telekommunikationsdienste

    • Rundfunk- und Fernsehsendungsdienste (technische Dienste, die das Senden, Senden oder Empfangen von Signalen, Text, Bildern und Ton ermöglichen)
    • Beschaffung von Zugangsrechten zu Fest- und Mobilfunknetzen sowie zur Satellitenkommunikation und anderen Informationsnetzen
    • Bereitstellung und Sicherung von Datenübertragungskapazitäten

     

    Übertragung von:

    • Sprache (Telefon, Telefonkonferenz, Mobiltelefondienste)
    • Text (Telefax-, Telegraphie-, Telex- und E-Mail-Dienste)
    • Bilder
    • Klang
    • Andere ähnliche Übertragungen

     

    • Die bloßen Übertragungsdienste, die Betreibern von Radio- und Fernsehprogrammen angeboten werden
    • Übertragungsdienste im Auftrag anderer Anbieter (z. B. Roamingdienste) sowie eine Garantie der Übertragungskapazitäten für Daten auf Mietleitungen oder über Satellit
    • Zugang zum Internet oder anderen Informationsnetzen
    • Gebühren für die Beschaffung des Zugangs zu Netzen wie Abonnementgebühren oder Zusammenschaltungsdienste
    • Einmalige Dienste für den Anschluss von Telekommunikationsgeräten als Nebendienst zur Erlangung des Zugangsrechts zu einem Netz
    • Die Beschaffung des Zugangs zu Kabel- oder Satellitenfernsehen, z. B. Abonnements für Kabelbetreiber

     

    • Internetzugang (analoges Modem, ISDN, ADSL, WiFi, PWLAN)
    • Telefonie über das Internet

     

    • Telefonkonferenzen über das Internet
    • Internet-TV

Registrierungsverfahren

Jedes Unternehmen oder jede Person, die die Anforderungen für die Zahlung der Mehrwertsteuer erfüllt, muss sich innerhalb von 30 Tagen nach Beginn der Steuerschuld freiwillig bei der Federal Tax Administration (FTA) registrieren lassen.

Die Benennung eines Steuervertreters ist für ein ausländisches Unternehmen obligatorisch.

Darüber hinaus können die Steuerbehörden eine Bankgarantie verlangen.

Datum der Einreichung der MwSt.-Erklärung

MwSt.-Erklärungen werden vierteljährlich eingereicht

Die Einreichung der Schweizer MwSt.-Erklärung ist am Ende eines jeden Quartals + 2 Monate fällig.

  • Q1 MwSt.-Einreichung: 31. Mai
  • Q2 MwSt. (Oder 1. Halbjahr) Einreichung: 31. August
  • Q3 MwSt.-Einreichung: 30. November
  • Q4 MwSt. (Oder 2. Halbjahr) Einreichung: 28. Februar

 

Datum der Zahlung der MwSt.

Das gleiche Datum wie für die Einreichung (siehe oben).

Strafen

Bei verspäteter Zahlung der Mehrwertsteuer können Zinsen in Höhe von 4,5% pro Jahr berechnet werden. Strafen können auch für die verspätete Einreichung einer Mehrwertsteuererklärung verhängt werden.